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Subject:Die Venus vom Hohlen Fels
Time:08:54 pm

Sensationeller Fund: Sexsymbol aus der Steinzeit



Eine sechs Zentimeter grosse Venus-Figur versetzt Forscher in Verzückung: Die bei Tübingen gefundene Frau aus Mammut-Elfenbein wurde vor rund 40'000 Jahren geschnitzt.

Venus vom Hohlen Fels
Sechs Zentimeter gross, 40'000 Jahre alt: Die bei Tübingen gefundene Venus-Figur aus Mammut-Elfenbein.
Bild: Keystone


Der Fund der ältesten bekannten Menschenfigur der Welt sei eine Sensation und werfe ein völlig neues Licht auf die Entstehung der Kunst in Europa und vermutlich auf der ganzen Welt, sagte Archäologe Nicholas Conard an einer Medienkonferenz in Tübingen. Von September an soll die Figur im Stuttgarter Kunstgebäude erstmals öffentlich ausgestellt werden.
Nach weit mehr als 100 Jahren Diskussion sei nun sicher, dass schon die ersten modernen Menschen in Europa Figuren geschnitzt hätten, sagte Conard. Die so genannte «Venus» sei im September 2008 bei Ausgrabungen in der Höhle «Hohle Fels» bei Schelklingen gefunden worden. «Wir alle waren sprachlos», erzählte der Forscher.

«Grenzt an Pornografie»

Die Figur sei extrem detailliert geschnitzt. «Dieses Stück ist mit Energie geladen und sehr ausdrucksvoll.» Auffällig sei die extreme Betonung der Brüste und der Vulva, während Gesicht und Beine kaum ausgearbeitet und stark verkürzt dargestellt seien.
Die Darstellung grenze nach heutigen Massstäben an Pornografie, schreibt Conards Kollege Paul Mellars im Fachmagazin «Nature». Eine winzige Öse an der Stelle des kaum erkennbaren Kopfs zeige, dass die Figur um den Hals getragen wurde. Es handele sich mit grosser Sicherheit um einen künstlerischen Ausdruck von Fruchtbarkeit. Aber welchem Zweck genau sie diente, könne derzeit noch niemand sagen. «Ich war nicht da vor 40'000 Jahren, und unterm Strich habe ich keine Ahnung», sagte Conard. Bislang waren aus dieser Phase der Altsteinzeit lediglich Tierdarstellungen bekannt.

Sechs Fragmente

Dass die Menschen sich vor 40'000 Jahren, also sogar ganz zu Beginn des so genannten Aurignacien, schon mit figürlicher Kunst beschäftigten, sei an sich schon völlig unerwartet. «Egal, was wir gefunden hätten: In dieser Lage wäre alles eine Sensation gewesen», sagte Conard.
Die «Venus» habe in sechs Fragmenten etwa 20 Meter vom Höhleneingang entfernt gelegen. Mit Kunstharz seien die Fragmente verbunden worden. Bis auf den linken Arm und die Schulter sei die Figur vollständig erhalten. Das sei ein extrem seltener Glücksfall bei den Grabungen nach Elfenbein-Kunst auf der Schwäbischen Alb.

Weiter graben

Conard hegt zugleich Hoffnungen, auch die fehlenden Fragmente noch zu finden: Die «Venus» habe ganz am Rand des im vergangenen Jahr bearbeiteten Ausgrabungsgebiets gelegen. In einem Monat gingen die Grabungen weiter. Dann bestehe die Chance, die fehlenden Fragmente noch zu finden.
Auf der Schwäbischen Alb wurden in den vergangenen 150 Jahren diverse Elfenbein-Schnitzereien gefunden, darunter das weltweit älteste bekannte Musikinstrument. Conard hält es durchaus für möglich, dass auf der Schwäbischen Alb das erste Kulturvolk der Welt gelebt hat. Auf jeden Fall seien von der Alb wesentliche Impulse für die Entwicklung der Musik und der figürlichen Kunst ausgegangen.

(vin/sda)
Erstellt: 13.05.2009, 18:36 Uhr / Aktualisiert am 14.05.2009
Quelle:
http://bazonline.ch/wissen/geschichte/Sensationeller-Fund-Sexsymbol-aus-der-Steinzeit/story/10838425

Venus vom Hohlen Fels
Bild: Keystone




35,000-year-old statue thought to be world's first nude sculpture



A 35,000 year-old buxom statuette has been unveiled by scientists as the world's earliest sculpture of the naked female form.

By Richard Alleyne, Science Correspondent
Last Updated: 9:28AM BST 14 May 2009

The sexually explicit figurine was carved out of mammoth ivory and was given huge breasts and private parts along with a bloated belly and thighs that by today's standards "could be seen as bordering on the pornographic."
The prehistoric figurine, named 'Venus' after the Roman goddess of love, was no Kate Moss as small buttocks and a slender waist are very much a modern trend.
Cavemen were obsessed with big breasts and bottoms and exaggerated these traits in their art as they regarded these parts of the female anatomy as signs of fertility.
The statue, described in Nature, was found buried in the Hohle Fels Cave near Ulm in the Swabian Jura region of south-western Germany alongside stone, bone and ivory tools and was pieced together from six fragments.
It stands only 2.35 ins (59.7mm) high and 1.36 ins (34.6mm) wide and has a thickness of 1.23 ins (31.3mm). Weighing 1.17oz (33.3 grams), only the left arm and shoulder are missing.
The 'Venus of Hohle Fels' lacks a head and instead there is an off-centre but carefully carved ring located above the figurine's broad shoulders.
Around 10,000 to 40,000 years ago, a period known as the Upper Palaeolithic, humans made the transition from functional toolmaking to art and adornment.
Professor Nicholas Conard, an archaeologist who found the relic, said: "This ring, despite being weathered, preserves polish, suggesting that the figurine at times was suspended as a pendant."
He said the Venus has "grotesquely exaggerated sexual features" and more than thirty radiocarbon dating measurements were taken to show it is 5,000 years older than well-known 'Venuses' from the Gravettian culture.
Although abstract depictions have been documented at southern African sites that date back to 75,000 years ago, the earliest figurative representations were previously estimated to be between 30 and 40 thousand years old.

Quelle:
http://digg.com/d1rBiC

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