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Der Duft der Liebe
Die Nase entscheidet.
BREMEN – Der Geruch entscheidet letztendlich darüber, ob sich Menschen mögen oder nicht: Schweissfüsse und Mundgeruch sind störend, ein herber Duftstrom aus der Achselhöhle kann hingegen entzücken.
Die Bremer Kulturwissenschaftlerin Ingelore Ebberfeld hat in einer Studie mit 100 Frauen und Männern zwischen 15 und 83 Jahren die Auswirkungen des Körpergeruchs untersucht. Fazit: Gerüche spielen in der Sexualität eine entscheidende Rolle. «Ich kann dich nicht riechen», kann also wortwörtlich genommen werden.
Die Partnerwahl wird auch mit der Nase getroffen. Ein 24-Jähriger beschreibt während des Testes, dass er sich noch immer an den Geruch der ersten Freundin erinnert. Wenn er ihr Parfüm riecht, fühlt er sich in frühere Zeiten zurückversetzt. Eine 32-Jährige Testperson kuschelt sich in das T-Shirt ihres weit entfernt wohnenden Freundes, wenn sie sich einsam fühlt.
Klar ist laut Ebberfeld, je näher sich die Menschen kommen, umso mehr muss der Geruch stimmen. Dabei sei «weniger künstlicher Duft mehr». Bereits Napoleon soll seiner Geliebten Josephine geschrieben haben: «Wasch dich nicht, ich komme!»
[BLICK online 8.5.2001]
Siehe auch im Blog: The Science of Sex: Does the Nose Know? |