 | ABBASOWAS! B.B.'s SAMMELSURIUM
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Als irgendwelche Pseudo-Wissenschaftler plötzlich mal die vermeintliche Erkenntnis brachten, dass Vergewaltigung eine gewissermassen legitime Fortpflanzungs-Strategie der Evolution gewesen wäre, da hab ich meinen Augen kaum getraut - na so ein Schwachsinn! So gewalttätig waren unsere Vorfahren nämlich gar nicht, wie uns das Patriarchat weismachen will, denn Herrschaft hat es keineswegs schon von Anfang an gegeben...
Vergewaltigung
Die Römer und Sachsen bestraften Vergewaltiger mit dem Tode. Die Normannen schnitten Vergewaltigern die Hoden ab und stachen die Augen aus. Das orientalische Erbe der Zigeuner fordert für Vergewaltigung die Todesstrafe. Das hinduistische Gesetzt besagt, daß ein Vergewaltiger selbst dann zu töten war, wenn sein Opfer der niedrigsten Kaste entstammte und seine Seele sollte "niemals Vergebung finden". Das byzantinische Recht sah vor, daß der Vergewaltiger sterben mußte und sein Hab und Gut dem Opfer zufiel, selbst wenn es sich um eine Sklavin handelte.
Mit dem christlichen Recht änderte sich das. Schlimm genug, dass irgendwann mit Macht und Herrschaft auch die nackte Gewalt Einzug in der Menschlichen Gesellschaft hielt... schliesslich wurde sie sogar regelrecht legalisiert! Siehe z.B. Recht der ersten Nacht, bei der es sich um eine von der Kirche akzeptierte Vergewaltigung handelte. Ehefrauen wurde das Recht abgesprochen, den Geschlechtsverkehr zu verweigern (außer an Feiertagen, an denen der eheliche Verkehr untersagt war). Ergo: Vergewaltigung in der Ehe.
Bis 1884 konnte z.B. in England eine Ehefrau zu Gefängnisstrafe verurteilt werden, wenn sie ihrem Mann seine "ehelichen Rechte" versagte. Vor 1653 konnte jeder Engländer eine Erbin im Kindesalter (siehe auch Frauenraub) entführen und vergewaltigen, das Gesetz sah in anschließend als legitimen Ehemann an, als Lohn erhielt er noch den Besitz seines Opfers. 1653 wurde das Gesetz geändert, aber nicht zum Schutz des Opfers, sondern nun wurde der Staat an der Beute beteiligt. Ein Mann konnte demnach nun ins Gefängnis gebracht werden, allerdings fiel die Hälfte des Besitzes des Mädchens nun an den Staat. In der viktorianischen Zeit war das "Konsensalter" auf zwölf Jahre festgelegt, im 16. Jh. lag es bei 6 Jahren. Kinder zu vergewaltigen war ein recht verbreitetes Vergnügen, da der Verkehr mit einem jungfräulichen Kind als ein sicheres Mittel gegen die Syphilis galt.
Und aus der jüngeren Zeit:
- 1971 wurde in San Franzisko ein Mann, der eine Frau mit Waffengewalt vergewaltigt hatte freigesprochen, weil sein unverheiratetes Opfer zugab, einen Liebhaber zu haben.
- Bis 1978 konnte ein Vergewaltiger in Italien straffrei ausgehen, wenn sein Opfer sich bereit erklärte, ihn zu heiraten.
- 1999, Rom - oberstes Gericht: eine Frau, die Jeans trage, könne nicht vergewaltigt werden, da man ihr die enge Hose nicht gegen ihren Willen ausziehen könne.
- 2000, Rom - oberstes Gericht: Wenn eine Frau nach wenigen Minuten dem sexuellen Drängen eines Mannes nachgebe, signalisiere sie Einverständnis. Es handele sich also nicht um eine Vergewaltigung.
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Artikel einst gefunden in Wolfsmutter's Lexikon (Wolfsmutter's FAQ - Abenteuer Feminismus) http://wolfsmutter.frauenweb.at/ http://wolfsmutter.frauenweb.at/lexikon/

[DAS IST PERVERS!]
Siehe auch VerGEWALTigung
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