[icon] B.B.'s Backup - Post a comment
View:Recent Entries.
View:Archive.
View:Friends.
View:User Info.
View:Website (Abbasowas!).

Subject:Abbasowas! Viagra
Time:04:08 pm

ABBASOWAS! B.B.'s SAMMELSURIUM

- - -

NATUR ODER KULTUR... GESCHLECHTERROLLEN... GLEICHBERECHTIGUNG... WIE LEBT ES SICH IM PATRIARCHAT?!




Männer im Patriarchat


Noch ein paar Müsterchen aus Hannelore's Seiten ("Aufgespiesst")...
http://hannelore.org/aufgespiesst/

------- --- -

VIAGRA






Versagen ist männlich



Eigentlich dachte ich, der höchste Ehrgeiz der Männer sei es, die Frauen für die Fortpflanzung entbehrlich zu machen.

Die verlockendere Aussicht bietet aber offenbar nicht der intellektuelle Kraftakt, der ihnen die Autonomie für den Gattungserhalt gewähren würde, sondern das physische Imponier- und Unterwerfungsgerät, das nun zum fleischlichen Kanonenrohr umgerüstet werden soll, um das männliche Geschlecht, nachdem es von höhnenden Feministinnen degradiert und versoftet wurde, zu rehabilitieren.

Denn natürlich geht es nicht um die impotenten Diabetiker und Prostata-Kranken, auch wenn deren sexuelle Leidensgeschichten die ethische Legitimation für die Viagra-Begeisterung liefern müssen.

Die angekündigte sexuelle Revolution umfaßt alle Männer, junge, alte, halbalte, gesunde, ein bißchen kranke, eben alle. Und sie alle, stellt sich nun heraus, sind impotent oder manchmal impotent, und wer nicht impotent ist, möchte sicher sein, dass er es auch niemals werden kann, oder er will von seinen Versagensängsten befreit werden.

Dabei gehören Versagensängste zu den liebenswürdigsten Eigenschaften der Männer. Ein Mann ohne Versagensangst ist ein Alptraum. Die Angst, nicht zu können, wenn mann können muss, habe ich an den Männern immer am besten verstanden. Wenn sie die nicht mehr haben, verstehe ich sie überhaupt nicht mehr.

Zum Beispiel kann ich, auch wenn ich mir Mühe gebe, nicht verstehen, warum die Männer glauben, es müßte den Frauen gefallen, wenn sie sich in Zukunft stiermäßig vier Stunden hintereinander über sie hermachen können. Aber wahrscheinlich geht es gar nicht darum, ob es den Frauen gefällt.

Im Gegenteil: dass sie es können, ob es den Frauen nun gefällt oder nicht, ist die Verheißung des neuen Männerglücks; dass sie den Frauen endlich wieder mit ihrem Urargument begegnen können - und wenn die ganze Manneskraft aus der Hausapotheke stammt -, läßt sie hoffen, die Zeit der Demütigungen sei nun vorbei.

Am wenigsten verstehe ich, warum sie behaupten, ihre garantierte Potenz könne zur besseren Verständigung beitragen, wenn sie alle Antworten in Zukunft offensichtlich nur noch mit den Schwellkörpern geben wollen.

Nehmen wir an, die Frau will, wie immer, über etwas sprechen, jedenfalls behaupten alle Männer, dass alle Frauen immerzu über irgend etwas sprechen wollen; der Mann schweigt wie immer, nimmt aber unauffällig die blaue Pille ein und antwortet eine Stunde später auf viagrisch, vorausgesetzt, seine Frau gefällt ihm noch, weil anderenfalls sein Hirn keine sexuelle Erregung melden könnte und die Muskelzellen nicht beauftragen würde, den Botenstoff cGMP zu produzieren und so weiter und so weiter.

Selbst wenn der Mann nicht darauf besteht, die vier Stunden auszunutzen, und selbst wenn beide an dem Ereignis ihre Freude haben, wird die Frau danach immer noch über etwas sprechen wollen und der Mann nicht. Nur hat der Mann – so steht es jedenfalls in der Zeitung – jetzt mehr Selbstbewusstsein und verbietet der Frau vielleicht einfach den Mund.

Aber was macht der Mann, wenn er kein Geld mehr hat, weil er alles für die Pillen ausgeben musste? Dann ist er nicht nur wieder impotent, sondern außerdem verarmt und verschuldet, und da es heißt, für den Mann sei das Geld Ausdruck seiner Potenz, ist er dann sogar doppelt impotent, und alles ist schlimmer als vorher.





Männer schwindeln nicht nur bei der Potenz.



"Im Bett kann ich immer und so oft ich will", haben 72 Prozent der Männer schon mal vorgegeben. Das ergab eine repräsentative Umfrage im Auftrag der Mode-Zeitschrift "Elle" (München).

Bei der Erhebung des G.R.P. Instituts für Rationelle Psychologie wurden im März 1998 insgesamt 3 478 Personen im Alter von 16 bis 65 Jahren befragt. Nach den Ergebnissen der Umfrage helfen die Männer der Wahrheit 20 Prozent häufiger nach als die Frauen.

Bei Männern sind demnach auch andere Liebes-Lügen weit verbreitet: 84 Prozent reden sich heraus, wenn die Partnerin nach Seitensprüngen fragt. Und 80 Prozent sagen schon mal "Schatz, du siehst super aus", ohne davon wirklich überzeugt zu sein.

Immer wieder gibt der Mann vor, ein toller Typ zu sein. Glauben wir den Aussagen, dann waren knapp 80 Prozent der Männer in ihrer Jugend tolle Sportler. Nachweisbar stimmt das aber nur bei sechs Prozent.

67 Prozent der Männer behaupten, keine Ängste zu kennen - vor nichts und niemandem. Und auch bei Fragen nach dem Einkommen sind die Antworten bei 78 Prozent der Männer von der Phantasie statt von der Realität geprägt.





Die Notstandspille?



Viagra, die Pille gegen Erektionsstörungen, die vor kurzem in den USA zugelassen wurde, hält finanziell und offenbar auch sexuell, was mann von ihr erwartet hat:

100.000 Verschreibungen am Tag! Freuen sich nun die amerikanischen Frauen und hoffen die deutschen auf baldige Zulassung auch bei uns? Viagra bringt nämlich eine "Nebenwirkung" mit sich, die in klinischen Studien nicht berücksichtigt wird. Denn da, wo auf der einen Seite dem gehemmten Mann jedes Mittel recht ist, andererseits der Arzt möglichst vielen Patienten möglichst wenig seiner Zeit opfern möchte, da ist der Griff zur Pille allzu verlockend. Die Wurzel des Übels, ob Partnerkonflikt, ungesunde Lebensweise, Ängste oder Krankheiten, bleibt unberücksichtigt. Im übrigen kann es dem Hersteller zufolge bei gleichzeitiger Einnahme von Herzmedikamenten zu schweren Komplikationen kommen. Na ja, wer mit lädiertem Herzen Liebe machen will, dem ist sowieso nicht zu helfen....

------- --- -

[Da merkt man mal, wie lange es schon her ist, dass dies geschrieben wurde - inzwischen ist doch Viagra schon fast so normal wie Aspirin, oder?]




Haarig



Endlich Gerechtigkeit! Die Monatsblutung, die Anti-Baby-Pille... das konnte die tägliche Rasur nur schwach trösten.

Aber jetzt! Propecia gegen Haarausfall.

Täglich müssen sie es schlucken, und das Ding kostet für einen Monat genau 109,74 DM (plus Zigarren, plus Viagra, plus Handy). Und diese gemeinen Krankenkassen ersetzen es nicht, da es sich nicht um die Gesundheit, sondern um den Lifestyle handele. Pah, was wissen die schon. Jeder Dritte unter 30 und jeder Zweite unter 50 - Haarausfall! Geheimratsecken. Glatze. Scheußlich.

Da nimmt der Mann von Welt gerne inkauf, dass jeder 20. Propecia-Schlucker von einer "nachlassenden Libido" befallen ist. War eh schon der Fall. Zumindest bei den dazugehörigen Damen.



From:
Identity URL: 
Username:
Password:
Don't have an account? Create one now.
Subject:
No HTML allowed in subject
  
Message:
 

[icon] B.B.'s Backup - Post a comment
View:Recent Entries.
View:Archive.
View:Friends.
View:User Info.
View:Website (Abbasowas!).