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Subject:Abbasowas! Mobbing, Schleim und Sex
Time:04:06 pm

ABBASOWAS! B.B.'s SAMMELSURIUM

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NATUR ODER KULTUR... GESCHLECHTERROLLEN... GLEICHBERECHTIGUNG... WIE LEBT ES SICH IM PATRIARCHAT?!




Männer im Patriarchat


Noch ein paar Müsterchen aus Hannelore's Seiten ("Aufgespiesst")...
http://hannelore.org/aufgespiesst/

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Mobbing, Schleim und Sex


Wie der Mann seinen Alltag gestaltet.


Was heute zeitgemäß "Mobbing" genannt wird, hieß früher "Nach oben buckeln, nach unten treten" - Radfahrer. Der Arbeitsalltag mit und unter Männern ist stark geprägt von Radfahrern.
In den Arsch kriechen, sich einschleimen... gehört zum normalen Verhalten.


Nehmen wir doch mal den Mann unter die Lupe und schauen uns seinen Schleim an. Denn vom Mann kommt er ja. Den Männern.

Zwar aus dem Penis, aber ich rede nicht von Sperma. Sperma ist ein Begriff aus der Biologie und hat etwas mit Sexualität, mit der dazugehörenden Fortpflanzung, mit Geschlechtlichkeit zu tun. Eine klare Thematik, die im Englischen "Sex" genannt wird und mit ähnlichen Mustern aus Flora und Fauna vergleichbar ist.

Nein, nein, das meine ich nicht. Schleim hat seinen Ursprung scheinbar am gleichen Ausgangspunkt, ist aber etwas höchst Selbstfabriziertes. In den 35 tausend Jahren vorpatriarchaler Zeit war der Penis ein Lust-Organ für Frau und Mann. Im Laufe der letzten 3000 tausend Jahre dann hat der Mann sein Sexualorgan umfunktioniert: Es ist Symbol für Macht und Machterhaltung. Beides. Macht und Machterhaltung stehen in Form des Penis in einer streng symbiotischen Verbindung.

Der Penis drückt aus, WER die Macht besitzt und WIE er die Macht erhält; erhalten im Sinne von bekommen und dann beibehalten. WER einen Penis hat, wird wiederum von anderen Penisbesitzern als Machtinhaber bestätigt, weil ohne Solidarität eine solch willkürliche Definition nicht aufrechtzuerhalten wäre.

Beispiel: Angenommen, du bist groß und blond und räumst großen, blonden Frauen Privilegien ein, dann erwartest du das von diesen anderen großen, blonden Frauen auch für dich selbst. Es entsteht Solidarität zwischen Verbündeten. Am sichersten kannst du Solidarität und Macht etablieren, wenn die Gemeinsamkeiten für andere deutlich erkennbar sind. Groß und blond ist deutlich. Eine gleiche politische Einstellung wäre weniger gut erkennbar, muss formuliert und ausgedrückt werden.

Ein Penis ist ebenfalls deutlich. Eine Hautfarbe auch. Also sind klare unterscheidbare körperliche Merkmale gut geeignet. (Nur Sommersprossen nicht, die kommen und gehen mit der Jahreszeit.)

Also könntest du als große blonde Frau eine machtvolle Solidargemeinschaft etablieren (Hitler hat so etwas versucht), aber es würde doch nicht funktionieren.

Warum?

Ihr seid zu wenige! Die anderen würden sich auf Grund ihrer Masse nicht kontrollieren lassen. Außerdem habt ihr außer eurer Größe und Blondheit kein Instrument, die anderen wirkungsvoll zu dominieren. Natürlich ist da eine gewisse Nachfrage nach großen, blonden Frauen, aber nicht ausreichend stark und manchen machen sie sogar Angst. (Deshalb macht Mann Witze speziell über blonde Frauen, weil Angriff die beste Verteidigung ist.)

Also muss es ein Merkmal sein, dass genügend viele haben, um ein Machtpotenzial zu bilden, aber auch nicht alle, denn sonst gibt es keine "Untertanen", über die mann seine Macht ausüben kann.

Es ist verblüffend nahe liegend, dass sich die Hälfte der Menschheit als die Machtinhaber definiert, weil diese Verteilung auf alle Formen des sozialen Zusammenlebens anwendbar ist. Auch in der allerkleinsten sozialen Gruppe, dem Paar, steht jedem Machtbesitzer eine Ohnmächtige zur Verfügung, über die er bestimmen darf.

Der Penisbesitzer hat die Privilegien gegenüber der Person, die keinen Penis hat. So ist es definiert und mit Sex hat das nichts zu tun. Sigmund Freud hat diesen Zusammenhang intuitiv erkannt, aber nicht bis zu Ende gedacht. Er hat, von seinem männlichen Standpunkt aus die Frau betrachtet und konsequent seine patriarchal-männliche Sicht beschrieben:

Wenn ich eine Frau wäre, hätte ich "Penisneid", denn ich will über mich und eventuell auch andere bestimmen, anstatt mir einengende Vorschriften machen zu lassen.

Der Penis als Symbol für persönliche Freiheit, die eine Frau, weil ohne Penis, nicht haben kann, muss Neid erwecken. Freud hat, wie viele damals und auch heute noch, Sex und Gender gründlich verwechselt. Gender beschreibt die sozialisierte Weiblichkeit, bzw. Männlichkeit, Sex die rein biologische.

Was Frauen und Männern anerzogen oder besser "anmanipuliert" wurde, gilt als biologisch geschlechtsbedingt. Und damit das auch so bleibt, kommt wiederum der Penis ins Spiel. Er ist ein vielseitig verwendbares Ding! Er ist das definierte "WIE" der Machterhaltung.

Viele TherapeutInnen, SoziologInnen, AnthropologInnen u.a. Gesellschafts-ForscherInnen glauben, dass das größte Übel die Gewalt ist, die die Männer ausüben. Deshalb ist die Forderung nach Weltfrieden und Frieden allgemein beliebt, also keine Gewalt, in der Annahme, dass dadurch die Gleichstellung der Frauen gewährleistet würde.

Das ist aber schon deshalb nicht folgerichtig, weil sich die Mächtigen ja nicht nur auf Frauen stürzen, sondern sich auch gegenseitig mit großem Vergnügen foltern, quälen und umbringen.

Wenn Männer veranlasst werden könnten, keine Gewalttaten mehr auszuüben, würden sie dann

  • die Frauen in die Regierung aufnehmen, ins Management?
  • Würden Sie für erstklassige, professionelle Kinderbetreuung sorgen, damit Frauen in Ruhe eine Karriere, ein Geschäft aufbauen oder Bücher schreiben können?
  • Würden sie ihre Vaterrolle ernst nehmen und ihren Söhnen, Neffen, Enkeln und allen anderen Jungen ein Vorbild sein, mit dem sich diese Jungen auf positive Weise identifizieren könnten?
  • Würden sie den Frauen eigene, andersartige Bedürfnisse zuerkennen, sie selbst über ihren Körper bestimmen lassen?
  • Wäre es vorstellbar, dass die Fälle straffällig gewordener Frauen in einem Gerichtssaal verhandelt würden, in dem sich ausschließlich Frauen befänden, ein weibliches Gericht?


Nur, wenn sich ein einzelner Punkt in dieser Gesellschaft verändern würde: Nicht die Beendigung der Männergewalt - sondern die Struktur der Macht.

Macht, wie sie vom Mann verstanden wird ist nicht Kraft oder Autorität oder Power, nein es geht um Herrschaft.

Und Herrschaft hat grundsätzlich mit einer Subjekt-Objekt- Relation zu tun. Der Mann, das Subjekt, bestimmt über das Objekt, die Frau. Allein das Wort "Herr"schaft schließt schon Frauen aus.

Objekte sind praktisch, um mein Leben bequemer zu machen. Ich kann alle Objekte, nämlich Gegenstände, an den Ort bringen, wo ich sie haben will. Einen Stuhl stelle ich dorthin, ein Auto lenke ich dahin, einen Ball werfe ich in diese Richtung, eine Münze in die andere.

Wenn ich allerdings über andere Lebewesen bestimme, setze ich mich über deren eigenen Willen hinweg. Wilde Tiere werden zu Haustieren "domestiziert" und dienen dem Menschen als Funktion. Die Kuh hat die Funktion, mit Milch zu versorgen, die Katze soll Gesellschaft leisten. Pflanzen werden "kultiviert", um mit ihren Blüten zu erfreuen oder als Gemüse und Obst zu ernähren. Dem Manipulationstrieb des Herrschers sowie der Ignoranz dem Lebewesen gegenüber steht nichts im Wege. Alles soll so funktionieren wie es den Bedürfnissen des Mannes entspricht, wie es ihm gefällt.

  • Pflegeleichte Tiere,
  • pflegeleichte Pflanzen,
  • pflegeleichte Autos,
  • pflegeleichte Frauen,
  • pflegeleichte Kinder -

bei höchster Leistungsfähigkeit!

Um das Input-Output-Verhältnis zu maximieren wird im Zweifelsfall eben genmanipuliert, damit im Sinne der Herren Hinz und Kunz alles reibungslos funktioniert.

Wer die Eigenständigkeit einer Katze ignoriert, sie in die artfremde Umgebung einer Großstadt zwingt, reduziert das Tier zum Objekt, zum Sofakissen.

Wie macht der Mann die Frau zum Objekt? Nicht mit Gewalt, indem er sie schlägt, beispielsweise, das wäre ja eine Art der Auseinandersetzung.

Er macht es mit dem Penis. Ich rede nicht allein von Vergewaltigung. Männer machen Frauen vom Sexobjekt, wobei die Betonung weniger auf Sex als auf Objekt liegt. Eigentlich müsste es "Gender"-Objekt heißen. Sie benutzen den biologischen Unterschied, um einen sozialen entsprechend ihrer Definition zu manifestieren.

Die Definition kennen wir ja alle:

  • männlich = Subjekt, besitzergreifend, bestimmend;
  • weiblich = Objekt, Gebrauchsgegenstand, zur Verfügung stehend.


Der Vater, der spielerisch seinen Finger in die Vagina seiner dreijährigen Tochter steckt und sich dabei einen runter holt, hat mit dem Ehemann, der seine Frau vergewaltigt, die Einstellung gemeinsam: eine Frau ist ein Gebrauchsgegenstand, und zwar für mich, den Penisbesitzer.

Hätten nicht alle Männer diesen Blickwinkel (mehr oder weniger ausgeprägt, aber allen ist er ansozialisiert), könnte es keine Bordelle geben. Keine Pornografie. Keine Zoten. Keinerlei Sexmagazine. Keine so genannte Reizwäsche. Keine Vergewaltigungen, keine Schändungen.

Es ist schwierig, diese Herrschaftsstruktur unabhängig von Sexualität zu sehen, weil das männliche Sexualorgan Penis eine solche zentrale Rolle dabei spielt.

Fazit: Sexualität in unserer Gesellschaft hat nichts mit Sexualität zu tun.

Ich fürchte sogar, dass die Männer – und auch viele Frauen – nicht wirklich wissen, was Sexualität bedeutet. Warum wohl sonst, sind so viele Leute auf der Suche danach? In den männergeprägten Frauenzeitschriften wie Brigitte und Amica werden ständig Beiträge zum Thema Sexualität angeboten. Für Männer gibt es ein eigenes Genre an Sex-Magazinen. Im Fernsehen bekommt "Sex" die höchsten Einschaltquoten.

Die Männchen unserer Spezies suchen Sex "außen", weil sie selbst keinen haben.
Nur Schleim.


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