 | ABBASOWAS! B.B.'s SAMMELSURIUM
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ADAM UND EVA - EVOLUTION... MATRIARCHAT/PATRIARCHAT |
[Und hier ein Ausschnitt aus einer sehr interessanten Seite, die ich durch Zufall entdeckt habe; wer die Bilder und die weiteren Ausführungen sehen will, teils theoretischer Natur, teils auch wie Frau sich angeblich einen Mann "dressieren" kann, gehe zu: http://www.smartcafe.at/contents_de/stories/femdom/femdom.htm - und soll niemand dadurch abgeschreckt werden, dass dies hier aus der BDSM-Ecke kommt (mindestens in der Phantasie kann ich sowas durchaus auch was abgewinnen *sadistisch-grins*) und es immer wieder mehr oder weniger um Sex geht, es sind nämlich trotzdem (oder vielleicht gerade deswegen?) kluge Gedanken drin...]
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Wo ist die Basis der Ungleichheit zwischen Frau und Mann zu suchen?
Wie bei jeder anderen gesellschaftlichen Entwicklung, wie bei jedem anderen Wesenszug einer Kultur liegt die Ursache immer in der Gestaltung von Partnerbeziehungen und im Denken und Fühlen des "Mannes, der Frau von der Straße". Sowohl die Beziehung von Frau und Mann als auch deren Denken und Fühlen werden aber sehr stark von der Sexualität und von gesellschaftlich akzeptierten Sichtweisen der "Norm" von Partnerbeziehungen beeinflußt.
Männern war diese Tatsache instinktiv immer klar und darum haben sie auch genau dort - bei der Gestaltung von Partnerbeziehungen und dem Ausleben der Sexualität - die Grundfesten für die Unterdrückungspyramide gelegt, unter der die Frauen in unserer Gesellschaft leiden. Ein typischer Männerbund wie die Kirche hat eben deswegen die Sexualität so tabuisiert und Frauen zu lüsternen Verführerinnen der tugendhaften Männer gestempelt, weil man die Menschen am besten kontrollieren kann, wenn man ihre Sexualität kontrolliert.
Vier Säulen bilden die eisernen Grundfesten der Unterdrückung für die Frauen. Solange diese Grundsätze der Männerherrschaft existieren und die Frauen dabei mitspielen, wird es kein Entrinnen aus dem Teufelskreis aus Geringschätzung, Unterdrückung und Selbstverachtung geben. Vier Grundannahmen über Frauen sind es, die die verläßlichen Säulen bilden, auf die die Männerherrschaft ruht. Wenn man sie den Frauen nur lange genug einhämmert bilden sie zudem die Grundlage für den wichtigsten Wegbereiter des Patriachats: die Konkurrenz unter den Frauen um die Männer.
Aber zunächst zu den vier Säulen:
Säule 1: Eine Frau ist von Natur aus unvollkommen und schmutzig!
Kennen wir sie nicht alle, die super gepflegten, scheinbar aus einer anderen Welt stammenden Topladys, die uns von Plakaten auf die Straßen anlächeln, in der Werbung zu bestaunen sind und in Hochglanzmagazinen die Maßstäbe für alle Frauen setzen. So hat die richtige Frau auszusehen, mit makellosem Körper, von beinahe klinischer Hygiene eingehüllt und die letzen persönlichen Merkmale unter dickem Make-up verborgen.
Ein Glück, daß es da die Kosmetikindustrie, alle möglichen Diätprodukte und wenn das alles nichts mehr hilft die Schönheitschirurgie gibt! Im übrigen Industrien, an deren leitenden Stellen sich keine einzige Frau befindet. Für jede Frau in Österreich ist es selbstverständlich, unter allen Umständen mit Seife gewaschen, deodoriert und parfümiert einen Mann gegenüberzutreten. Aber kaum eine Frau hat sich je gefragt warum das so selbstverständlich ist. Denn die Antwort wäre ziemlich beschämend.
Wenn Frauen ihren Körper und ihre Natürlichkeit nämlich nicht verstecken würden, müßte sich der Mann tatsächlich mit der Frau auseinandersetzen, die er angeblich gerne hat. Diese Frau sieht aber nicht so aus und würde auch nicht so riechen wie die Mädchen, die er jeden Tag im Büro im Pornoheftchen in der zweiten Schublade sieht oder die er in der Peep-show begutachtet und die ihn von Plakaten anlächeln. Für den Mann ist es klar, was er will - seine Vorstellung von der "Idealfrau" möglichst getreu nachgestellt bekommen, wenn es auch keine Frau schafft diesem Ideal vollkommen zu entsprechen. Wir Frauen müssen uns allerdings irgendwann mal fragen, ob auch wir wirklich wollen, daß das Pornoheftchen der Männer der Maßstab für uns sein soll. Oder ob nicht die Frau, ihre Persönlichkeit und ihr eigener Körper der alles entscheidende Maßstab sein sollte.
So ziemlich alle Frauen konkurrieren allerdings darum, dem Idealbild in dem Pornoheftchen möglichst nahe zu kommen, ohne es aber freilich jemals schaffen zu können. Denn wie gesagt, die Frau ist eben von Natur aus schmutzig und unvollkommen. Eine der beliebtesten Freizeitbeschäftigungen der Männer ist es deshalb auch, Frauen in einer Zehnpunkteskala danach zu beurteilen, ob sie zumindest den Versuch unternommen hat, halbwegs normal (wie das Mäderl im Pornoheftchen eben) auszuschauen.
[ Ja jaaa, das alte Lied: Warum Frauen immer "schön" sein müssen! ]
Bei Männern verhält sich die Sachlage naturgemäß komplett anders: sie sind ja auch das Ebenbild Gottes, also von Natur aus vollkommen und rein: deshalb müssen sich Männer auch kaum waschen, können eine Woche mit derselben Unterhose herumlaufen, sind mit einem ausgewachsenen Bierbauch noch genauso attraktiv, brauchen sich keinerlei Gedanken zu machen, wenn ihr Schwänzchen nur in Ansätzen zu finden ist und haben als einziges Kosmetikum das Rasierwasser, um nach dem Rasieren keinen Ausschlag zu bekommen und natürlich nicht damit sie für die Frauen gut duften - denn ein richtig männlicher Duft ist sowieso das Umwerfendste auf der Welt.
Eine Frau hat mit ihrem Körper jedem Mann dagegen gleichbleibend hohe Qualität zu liefern. Genau wie eine Hure, die ihren Körper verkauft sehen sich viele Frauen gezwungen damit das Wohlwollen, das Beschützt- und Versorgt werden und die Liebe des Mannes einzukaufen. Ein wahnsinnig hoher Preis ohne im Gegensatz zur Hure genau zu wissen, was frau dafür tatsächlich bekommt.
Mit allen Mitteln muß jedenfalls versucht werden, alle natürlichen Vorgänge in einem Frauenkörper vor dem Mann geheim zu halten. Deshalb muß die Regel mit einem Tampon sofort dort bekämpft werden, wo "das Problem" entsteht, deswegen muß sich eine Frau vor jeden Kontakt mit einem Mann gründlichst mit Seife waschen oder sollte überhaupt von vornherein verhindern, daß ein Mann ihre schmutzigsten Körperteile riechen oder schmecken muß, ihre Brüste, ihre Pussy, ihre Füße und - Gott behüte - ihren Popo. Für die Männer ist es ja auch eine klare Sache, daß eine Frau abgefickt wird, am liebsten in alle drei Löcher und sie dann auch noch in Freudentaumel ausbrechen soll, wenn die 3-Sekunden Nummer vorbei ist.
Obwohl also jede Frau tip-top gepflegt zu sein hat, hält es der Pascha natürlich für selbstverständlich, daß sie ihm einen bläst, wenn er ungewaschen von der Arbeit heim kommt und er freut sich natürlich auch sehr wenn er ihr seine Ladung ins Gesicht spritzen kann und sie alles brav schluckt. Tja, das was ein männlicher Körper produziert ist eben rein und wertvoll, was ein weiblicher Körper produziert ist schmutzig und muß entsorgt werden ohne irgendein Aufsehen zu erregen.
[ Immer schön "sauber und diskret"... ]
Kaum eine Frau hat sich wahrscheinlich bereits Gedanken darüber gemacht, wie es in der Natur wirklich geregelt hat. Dann würden sie nämlich draufkommen, das die Pussy einer Frau mit einer Selbstreinigungsfähigkeit ausgestattet ist, die das Waschen zu keiner unbedingten Pflicht macht und die sie gegen Keime und Krankheiten schützt. Bei einem Mann hingegen, lagern sich seine Spermareste sowie die Reste von Schmutz, Schweiß und Urin zwischen Vorhaut und Eichel ab und es würde sich alles entzünden, wenn er sich nicht regelmäßig waschen würde.
Der Zwang, immer tadellos gepflegt und sauber zu sein, wirkt sich aber noch auf eine andere Weise fatal auf die Position der Frau in der Gesellschaft aus: sie beraubt die Frauen der Möglichkeit, ihre ganz persönliche subtile Erotik einzusetzen, die auf einer stark gefühlsbetonten Ebene wirkt und eine unvergleichbar stärkere Bindung des Mannes an die Frau - und eben nicht an ihr Parfüm oder ihr Duschgel - aufbauen würde. Statt dessen zählen nur die oberflächlichen visuellen Momente, auf die die Männer tag-täglich trainiert werden.
Diese Überbetonung des Visuellen kommt zwar der männlichen Sexualität sehr entgegen, die meisten normalen Männer haben aber bereits erkannt, daß damit das, was auch sie am liebsten wollen: nämlich die Persönlichkeit einer Frau kennen- und schätzen lernen viel, viel schwerer gemacht wird. Deswegen ist es den Mächtigen auch so wichtig, den Kult der Reinlichkeit und Makellosigkeit ganz tief in der Psyche der Frauen zu verankern - denn sie wissen genau, wenn Frauen von einer Sache überzeugt sind, würden sie bis zum Umfallen dafür kämpfen... Und die Frauen machen den Bossen von Industrie, Werbung und Politik bislang bereitwillig diesen Gefallen.
Leider ist aber der Kult von Reinlichkeit und Makellosigkeit nicht die einzige Fessel, die Frauen in unserer Gesellschaft dort hält wo sie der Meinung der meisten Männer nach hingehören - UNTEN.
Säule 2: Frauen dürfen sich sexuell nicht entfalten können - sie müssen sexuell kurz gehalten werden!
Kennen wir nicht alle die grausamen Geschichten von den Männer-verführenden und -vernichtenden, lüstenen Frauen! Bei all diesen Geschichten, bei Adam und Eva, die auch selbstverständlich, das die normale Form eines Menschen natürlich die des Mannes ist.
Alle diese Geschichte lehren den Männern eines ganz eindringlich: wenn Frauen zu ihrer eigenen Sexualität stehen dürfen, wenn sie von Männern ungeschminkt die Befriedigung ihrer eigenen sexuellen Bedürfnisse verlangen, dann werden sie zu lüsternen, die Menschheit ins Verderben stürzenden Bestien.
Es ist aber schon erstaunlich, wie gut es gelungen ist, auch den Frauen diese Botschaft zu verkaufen, ja die Frauen sogar dazu zu bringen, daran zu glauben und genauso wie die Männer dafür einzutreten, daß sie sexuell kurz gehalten werden. Denn wie wäre es sonst erklärbar, daß unsere ganze Gesellschaft so stark auf die männliche Sexualität zugeschnitten ist.
Männer dürfen deshalb auch alles: sie sind es, die Frauen ansprechen, sie können sich ihre sexuelle Befriedigung aber auch genauso gut bei Prostituierten, Peep-Shows, aus Pornos oder auch aus dem Fernsehen oder Zeitungen holen und sie sind es selbstverständlich auch die bestimmen, was im Bett abläuft. Das einzige was "mann" den Frauen traditionellerweise an Aktivität im Bett ab verlangt ist es, sich auf den Rücken zu legen und die Beine zu spreizen - und das wird wohl auch die dümmste Frau zusammen bringen. Und das ist auch gut so, denn wir haben ja oben gehört, was passiert, wenn Frauen plötzlich anfangen würden, die Dinge in die Hand zu nehmen.
Es war für mich immer schlimm zu sehen, wie oft Frauen hundertprozentig bei diesem fiesen Spiel mitspielen: Eine brave Frau wird nie einen Mann anmachen, nie ihre innersten Wünsche und Bedürfnisse äußern und sich niemals protzig in Szene setzen. Sexuell hat immer der Mann die Kontrolle. Das zeigt sich am besten in der Einstellung zur Selbstbefriedigung. Bei Untersuchungen hat sich gezeigt, daß Männer in einer Beziehung immer noch sehr gerne und sehr viel onanieren, Frauen dagegen, sobald sie in einer Beziehung sind, damit fast vollkommen aufhören. Eine Frau würde das nie ihrem Mann antun, hat gleichzeitig aber nicht das Recht, das gleiche bei ihm zu kritisieren. Damit kann der Mann aber die sexuelle Beziehung zu seiner Frau perfekt steuern: er hat durch die Kontrolle über seine sexuelle Bereitschaft die Möglichkeit, zu bestimmen, wann was passiert. Und die Frau hat ihm zu Willen zu sein.
Dieser Grundpfeiler der männlichen Unterdrückungsmaschinerie konnte in den letzen Jahrzehnten sogar noch zügig ausgebaut werden. Heute werden pubertierende Jungs sogar zur Selbstbefriedigung ermutigt und die Männer werden von der gesamten Pornoindustrie, von Peep-Shows und vom Internet ständig dazu aufgefordert. Früher haben Erzieherinnen, die Jungs beim Wichsen erwischt haben, diese am Ohr genommen und ihnen den Hintern verhaut. Heute käme keine Frau mehr auf diesen Gedanken.
Die sexuelle Überlegenheit zu verlieren, das ist etwas, wovor jeder Mann und nicht nur die Mächtigen Angst hat, denn jeder Mann weiß instinktiv, daß das ein ganz wichtiger Pfeiler der männlichen Überlegenheit ist.
Von der Natur aus ist auch dieser Aspekt freilich ganz anders geregelt. Von Natur aus ist die Frau dem Mann sexuell weit überlegen. Ein Mann funktioniert sexuell nämlich weitgehend wie eine Maschine, wenn frau nur an den richtigen Schaltern dreht, kann sie ihn in jeden gewünschten Zustand bringen. Die Sexualität einer Frau ist wesentlich komplexer. Eine Frau kann an seinem Schwanz immer sehen, in welchen Erregungszustand er ist, für einen Mann ist das nicht möglich. Eine Frau kann viele Orgasmen hintereinander haben, ein Mann nicht. Der Körper einer Frau kann auf vielfältigste Weise stimuliert werden, bei einem Mann konzentrieren sich die erogenen Zonen auf wenige Bereiche.
Angesichts dessen ist es wirklich erstaunlich, wie es die Männer geschafft haben, die Frauen sexuell so zu unterdrücken, daß Männer alles bekommen, sich alles kaufen können und es für Frauen so gut wie keine diesbezüglichen Angebote gibt. Jede Frau muß sich über ihre Schönheit definieren. Damit turnt sie die Männer an. Die so stimulierten Männer haben aber die absolute Entscheidungsfreiheit, ob sie sich tatsächlich mit dieser Frau einlassen, es sich der Einfachheit halber selber machen oder woanders hingehen, um sich befriedigen zu lassen. Wenn sich der Mann gegen die Frau entscheidet, bleibt sie frustriert zurück und hat keine Möglichkeit, sich anderswo Befriedigung zu verschaffen. Und auf der Straße sieht es nicht anders aus. Da laufen Mädchen mit ganz knappen Röcken herum, ihre Füße stecken in tollen Strümpfen, sie haben hochhackige Schuhe an und ihr Dekolte präsentiert mehr ihre Brüste als sie sie verhüllt. Habt ihr schon mal einen Mann in ganz kurzen engen Hosen gesehen, wo wir uns auf der Straße schon eine Vorstellung von seinem Pimmel machen könnte und ob es sich auch auszahlt da mal zuzulangen?
Nicht in jeder Kultur ist es freilich so eingerichtet, daß die Frauen über den Laufsteg spazieren und sich von den Männer bewerten lassen. Bei vielen Naturvölkern zum Beispiel müssen sich die Männer schminken und schönmachen. Die Frauen sitzen dann beim Lagerfeuer und die hübsch bemalten, mit Schmuck behangenen und fast nackten Männer des Dorfes tanzen vor ihnen, wobei sich in aller Ruhe aussuchen können, welcher Knabe die besten Tänze zusammenbringt und damit die Gunst der Frauen am ehesten bekommen kann. So geht die Feier weiter bis die Männer vollkommen erschöpft sind, während es sich die Frauen bei guten Essen und berauschenden Getränken angenehm gemacht haben und über das so dargebotene Männerfleisch geurteilt und gewitzelt haben. Interessanterweise sind es bei solchen Gesellschaften auch immer die Frauen, denen die Herden gehören, die für alles religiöse und mystische zuständig sind und die sich darüber einigen, welcher Mann welcher Frau zugeteilt wird.
Säule 3: Frauen sind das schwache Geschlecht!
Das ist nicht nur ein beiläufig dahingesagter Satz, sondern dieser Satz ist ganz tief in unserer Gesellschaft verankert. Die für die Frauen fatale Konsequenz daran ist, daß damit nur Männer die starken, wertvollen Arbeiten ausüben und den schwachen Frauen die niedrigen, einfachen Arbeiten bleiben. Infolgedessen werden alle Arbeiten, die in der Hauptsache von Frauen verrichtet werden als minderwertig angesehen. So war früher der Beruf des Lehrers eines der angesehendsten, heute wo die Mehrzahl der Lehrer weiblich sind, wird er immer mehr abgewertet. Je weniger eine Tätigkeit wert ist, umso schlechter wird sie klarerweise auch bezahlt. Bei den "typisch weiblichen" Tätigkeiten wie Hausarbeit - putzen, bügeln, nähen, kochen und saubermachen, Kindererziehung und Gartenarbeit gibt es sogar überhaupt keine Bezahlung.
Die allermeisten Männer haben Zeitlebens niemals die Erfahrung gemacht, daß eine Frau auch stark sein kann. Früher hat ein Junge zumindest noch eine Ohrfeige von seiner Mutter bekommen, wenn er frech war oder wurde als Schüler von der Lehrerin über den Strafbock gelegt, wenn er ungezogen war, oder er wurde am Ohr genommen und ins Winkel gestellt, wenn sich ekelhaft einer Schulkollegin gegenüber verhalten hat. Heute ist so etwas ausgeschlossen. Frauen haben sich als schwach und der Stärke und Hilfe des Mannes bedürftig zu zeigen. Gleichzeitig wird zum Beispiel Gewalt in der Ehe immer noch als Kavaliersdelikt gesehen und kaum je wird wirklich gezielt dagegen etwas unternommen. Na ja und wer schlagen darf hat eben eine etwas bessere Machtposition als der, der geschlagen wird.
Ein Mann der niemals die Stärke einer Frau gespürt hat und felsenfest von seiner eigenen Stärke überzeugt ist und eine Frau, die sich immer als schwach und hilfsbedürftig erlebt hat werden aber hundertprozentig darin übereinstimmen, wo der Platz der Geschlechter in unserer Gesellschaft ist: Männer sind oben und Frauen unten.
Säule 4: Die Werte der Familie sind das wichtigste
In jedem Parteiprogramm kann man lesen, daß die christlichen Werte der Familie das wichtigste sind und daß diese absolut zu schützen sind. Aber kaum jemand fragt nach, was denn das eigentlich für Werte sind. Denn dann würde man merken, dass es vor allem darum geht, die Position des Mannes als Oberhaupt der Familie abzusichern und klarzustellen, daß die Frau eigentlich gar kein selbstständiges Wesen mehr ist, sondern sich ausschließlich über ihren Mann definiert. So ist es beispielsweise eines der wichtigsten Prinzipien unseres Sozialversicherungsrechts, daß Frauen in der Regel nur von ihrem Mann abgeleitete Rechte besitzen und so sie in einem Familienverband leben, keine eigene Anspruchsberechtigung erwerben. Sollte die Frau die Tyrannei ihres Mannes irgendwann nicht mehr aushalten und sich von ihm scheiden lassen wollen, steht sie mit leeren Händen da.
Im Klartext heißt das, daß der Wert einer Frau sich über ihrem Mann bemißt. Deswegen bekommen Frauen auch spätestens zwischen 30 und 40 die "Torschlußpanik", denn sie wissen, ohne einen Mann sind sie nichts wert. Interessanterweise hört man ja auch oft, daß hinter jedem erfolgreichen Mann eine Frau steht, noch nie habe ich aber gehört, daß hinter einer erfolgreichen Frau ein Mann stehen würde, der die ganze Drecksarbeit macht, damit sie sich im Scheinwerferlicht sonnen kann.
[ Jedenfalls selten genug... ]
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